Diese Skulptur hat ein neues Zuhause gefunden. Ich habe sie aus einem uralten Olivenholz gearbeitet. Ein alter Olivenbauer in Umbrien hat mir ein paar Bretter von diesem Baum geschenkt. 40 Jahre haben sie nun in meinem Keller gelagert, bis ich gesehen habe, welche wunderbaren Spuren die Zeit in diesem Holz hinterlassen hat. Hast Du Lust auf mehr, dann klicke auf www.rbergmann.de/skulpturen-aus-holz/
Von der ARTe Kunstmesse Dortmund 2026 wieder Zuhause: Ich arbeite an schon länger aufgeschobenen Projekten: Holzschnitte, handgedruckt und in geringer Auflage. Jeder Druck ist ein Original, da ich bei jedem Druckvorgang den Druckstock bearbeite.
Hier habe ich gestern eine neue Arbeit fertig erstellt, die ich in zwei Phasen aufgebaut habe. Bei 10 Holzschnitten sind dies 20 Druckvorgänge: Motiv aus dem Block schneiden, mit Farbe einwalzen, Papier richten, Druckerpresse einstellen, drucken – und dies 20 mal hintereinander.
Holzschnitt „Im Gegenlicht“ nach der zweiten Druckphase mit Druckplatte, Oktober 2026
Es laufen die letzten Vorbereitungen für die ARTe Dortmund vom 09.-11.10. in der Messe-Dortmund, Halle 2. Ich bin auf der ARTe Dortmund mit meinen Ölgemälden, Holzschnitten und einem eigenen Stand E 3/1 vertreten. Ich freue mich auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher.
Ich beteilige mich wieder am Goldbacher Herbstmarkt, ein Treffpunkt von Menschen aus Nah und Fern, mit einer Ausstellung im Mehrgenerationenhaus in Goldbach. Ich zeige dort meine Ölgemälde, Skulpturen und eine ganze Reihe meiner Holzschnitte. Wer noch ein besonderes Geschenk für einen lieben Menschen sucht, der findet sicher etwas aus meinem Angebot.
Hommage an Chirico, work in progress, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm, (c) 2026 Rainer Bergmann
Aktuell habe ich dieses Bild auf der Staffelei, das mich sehr an die Arbeiten von Giorgio de Chirico erinnert. Ich nenne es auch wahrscheinlich „Hommage an Chirico“. Was finde ich an Giorgio de Chirico interessant? Er lebte in einer Zeit fundamentaler Umbrüche, 1888 geboren, 1978 gestorben. Er wird als Begründer der metaphysichen Malerei bezeichnet, Picasso, Salvadore Dali und viele andere Künstler profitierten von seiner Arbeit. Ausgehend von der Philosophie Friedrich Nietzsches suchte er das Unsichtbare im Sichtbaren.
An diesem Bild arbeite ich schon länger, es ist mir ans Herz gewachsen. Ich lerne technisch viel von diesem Bild und mich beschäftigt das Thema „Individualität und Konvergenz“: In der Familie oder in der Peergroup lernen wir, wenn es sozial vertäglich läuft, dass Unterschiede ok sind und wir durch unsere Verschiedenheit voneinander lernen können. In meiner beruflichen Tätigkeit als Supervisor, Dozent und Coach habe ich immer wieder erfahren müssen, dass dies bei Menschen nicht selbstverständlich ist. Aus Divergenz statt Konvergenz entstehen Konflikte in Familien, im sozialen Raum bishin zu Kriegen zwischen Nationen.
Die Schwestern, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm, (c) 2026 Rainer Bergmann
Dieses Bild mit dem Titel „Kindheit in den 50er“ entstand schon in der ersten Version 2018 als Acrylbild. Nun habe ich es noch einmal mit Ölfarben überarbeitet, um die Farben noch stärker herauszuholen. Zum Inhalt: Ausgehend von einem Foto aus dem Familienarchiv zeigt das Bild Mütter mit ihren Kindern nach dem Krieg. Die Männer sind entweder gefallen, noch in Gefangenschaft oder auf Arbeit. Für mich steht das Bild auch für die bittere Erkenntnis, dass Kriege immer nur Verlierer hinterlassen, auf allen Seiten, vor allem neben den Soldaten Frauen und Kinder. Ich werde fast wahnsinnig, wenn ich Begriffe wie „Kriegstüchtigkeit“ etc. höre. Warum können Menschen nicht in Frieden miteinander leben?
Kindheit in den 50er, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm (2026) Rainer Bergmann
In den letzten Jahren beschäftige ich mich vermehrt mit Epochen der Kunstgeschichte. Vor allem zwei haben es mir angetan: Die Früh-Renaissance und das 19. und beginnende 20 Jahrhundert von Paul Cezanne bis Christian Schad. Aus diesen Blickwinkel entstanden mehrere Arbeiten, die altbekannte Motive neu interpretieren, zum Beispiel das Standbild „Der Ruf_ Öl auf Holz, 75 x 110 cm“
Der Ruf, Öl auf Holz, Standbild 75 x 110 cm, (c) 2026 Rainer Bergmann
Schon zum vierten Mal findet das Format „Kunstausstellung im Haus Effata“, Schulstrasse 15 in 63773 Goldbach statt. Unter dem Motto „Vier Facetten der Kunst“ lade ich regionale Kolleginnen und Kollegen zu einer gemeinsamen Präsentation unserer Arbeiten ein: Figurative Malerei, Skulpturen und Grafiken. Die Vernissage ist am Freitag, 27. März um 19 Uhr. Die Öffnungszeiten sind Samstag, 28. März von 14 bis 18 Uhr und Sonntag von 11 – 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Arche Babylon, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm, (c) 2026 Rainer Bergmann
Dieses Bild hat mehrere Entstehungsphasen. Zunächst ging es mir um das Verhältnis zwischen Mensch und Natur und den Umgang mit der Schöpfung durch den Menschen. In der Beschäftigung mit biblischen Themen sah ich gerade für dieses Bild mehrere Erweiterungsmöglichkeiten. Die Geschichten aus dem Alten Testament „Die Arche Noah“ und „Der Turmbau zu Babel“ sind mit der Frage „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ miteinander verwoben. Dabei geht es in beiden Geschichten um das Scheitern und um die Zuversicht und das tiefe Vertrauen in einen grösseren Plan.