Ende Mai im Jardin de Luxembourgh, Paris. Das Wetter ist launisch. Dennoch reicht es, diesen Ort mitten in der hektischen und lauten Stadt, der schon immer eine Oase der Ruhe und der Schönheit war, zu genießen. Rainer Maria Rilke, von 1905-1906 Sekretär von August Rodin, saß hier oft und verfasste u.a. sein Gedicht „Das Karusell“.
Sieste im Jardin du Luxembourgh, Acryl auf Leinwand, 120 x 160 cm, (c) 2018 Rainer Bergmann M.A:
Bei diesem Bild ist man leicht geneigt zu romantisieren, die Hektik, der Staub und den Lärm sieht man jeweils nicht. Es ist zudem ein Mythos oder ein Klischee, dass das Leben in Frankreich mit „savoir-vivre“ beschrieben werden kann: Frankreich hat nach einer weltweit anerkannten Studie die höchste Anzahl von psychischen Erkrankungen in ganz Europa. Diese Tatsache gehört auch zu diesem Bild.
Tatsächlich zählt das Unterwegs -Sein zur Lebenswirklichkeit vieler Menschen: Besonders jüngere Menschen leben mit der Mobilität und zwar nicht immer zum Spaß. Migration aus den verschiedensten Gründen ist ein Bestandteil moderner Gesellschaften.
Auf gepackten Koffern, Acryl auf Leinwand, 80 x 100 cm, (c) 2018 Rainer Bergmann M.A.
Meine Europa. Sie ist Teil meiner Ausstellung in der Aschaffenburger Kulturnacht am 29. Juni 2018 im Bachsaal, Pfaffengasse, von 19:00 – 24:00 Uhr. Die Kulturnacht steht unter dem Motto „Europa erleben“.
Europa erleben. Öl auf Leinwand, 50×60 cm, (c) 2018 Rainer Bergmann M.A.
Die Vernissage meiner Ausstellung im Kunstraum der Stadtkirche Schwabach am 18. Mai war sehr gut besucht. Ein Dankeschön an den Künstlerbund Schwabach e.V. und Frau Zapp von der ev. Gemeinde. Noch bis 15. Juni sind die Bilder an diesem angenehmen Ort zu sehen.
Im Rahmen meines neuesten Projektes „Childhood in the fifties“ habe ich das Haus der Geschichte in Bonn besucht. Gerade hier ist mir noch einmal klar geworden, wie sehr die Zeit nach dem totalen inneren und äußeren Zusammenbruch (50er Jahre) mit den aktuellen Themen heute (personale und gesellschaftliche Identität, „deutsche Leitkultur“) zusammenhängen.
In Kooperation mit dem Künstlerbund Schwabach e.v. stelle ich vom 19. Mai bis zum 15. Juni einige meiner Gemälde der Serie „Menschen und Orte“ im Kunstraum der Stadtkirche St. Johannes und St. Martin in Schwabach b. Nürnberg aus. Es kommen vor allem neuere Motive zum Zuge, die Menschen in verschiedenen Alltagssituationen zeigen. Die Vernissage ist am Freitag, 18. Mai um 19:00 Uhr.
Seit über 4 Jahren arbeite ich an dieser Serie und mir gehen die Ideen immer noch nicht aus.
Anlässlich der 19. Aschaffenburger Kulturtage stelle ich unter dem Motto „Europa erleben“ neuere Gemälde aus meiner Serie „Menschen und Orte“ im Bachsaal, Pfaffengasse 13 in Aschaffenburg aus. Es sind die Motive, die auf meinen Reisen nach Barcelona, Paris oder Istanbul entstanden sind. Sie zeigen Momentaufnahmen und Alltagssituationen, Trennendes und Verbindendes.
Bewirtung durch die Christuskirchengemeinde, die Erlöse gehen an das Projekt „Lumière Cameroun“.
Warten an der Ampel, Acryl auf Leinwand 80×100 cm, 2016 Rainer Bergmann M.A.
Oh je, beim Malen dieses Bildes kamen mir viele Erinnerungen aus meiner Schulzeit. Manche davon ähneln Alpträumen 🙂 oder bezeugen eher das Ende einer freien, verspielten oder auch sich selbst überlassenen Kindheit.
work in progress „Schule und dann?“, Acryl auf Leinwand, 80 x 100×3 cm, 2018 (c) Rainer Bergmann M.A.
Serie Childhood in the fifties – Auseinandersetzung mit der Erinnerung versus Nostalgie:
Unter diesem Schlagwort verstehe ich diese Serie, es geht mir nicht darum in wohltuenden Erinnerungen zu schwelgen, sondern bewusst den Lebens- und Zeitraum 5 – 15 Jahre nach Kriegsende in Beziehung zu heutigen Lebensräumen zu setzen.
Dabei spielte tatsächlich die Motorisierung eine große Rolle!
Detail aus „Erorberungen“, Acryl auf Leinwand, 80x100cm (c) Rainer Bergmann M.A.
Die ersten Anschaffungen waren ein Beleg dafür, dass es „bergauf“ geht, die Eckdaten für die Zufriedenheit, Erleichterungen im Alltag und Wertmaßstäbe waren damit gesetzt.