Mein Beitrag zur „Nacht der offenen Kirchen“ 2016 steht unter dem Motto „Aufbruch und Wege“ . Ich zeige am Freitag, 13. Mai 2016 im Bachsaal Aschaffenburg ausgewählte klein- und großformatige Gemälde, die ihren Ausgangspunkt in den Wegbildern haben: Es sind Metaphern für das „Unterwegs-Sein“ des Menschen in den unterschiedlichsten Facetten.
Aufbruch, Acryl auf Leinwand, 80×100 cm, (c) 2014 Rainer Bergmann M.A.
Wir haben die Weihnachtsfeiertage genutzt, um in Frankfurt die Ausstellung in der Schirn Kunsthalle „Hello, I love you“ von Daniel Richter zu besuchen.
Dieses Bild habe ich 1986 gemalt. Seitdem habe ich viele Motive auf Leinwand umgesetzt, das Allegorische hat sich ein wenig gewandelt. Zur Zeit beschäftigt mich die Reduktion der Erfahrung in ein Bild in seiner Vieldimensionalität, die erst im Betrachter zur „Wirklichkeit“ wird.
Zukunftsmusik, Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm, 1986 Rainer Bergmann M.A.
Ein Wiedersehen, Acryl auf Leinwand, 50 x 60 x 4 cm, 2015, (c) Rainer Bergmann. M.A.
In diesem Blockformat veröffentliche ich Bilder kurz vor dem Fertigstellen. Ich gewinne dadurch zu ihnen etwas Distanz, entdecke Feinheiten, die mit meinem inneren Bild noch nicht übereinstimmen.
Ich sitze in Paris in einem Park und schaue um mich. Seitlich vor mir sitzen zwei Herren beim Schachspielen. Ein jüngerer und ein schon in die Jahre gekommener Mann. In dem Gesicht des Jüngeren kann ich sein verschmitztes Lächeln erkennen. Solche Begegnungen phaszinieren mich nach wie vor.
Portrait Schachspieler, Acryl auf Leinwand, 20 x 20 cm, (c) 2015 Rainer Bergmann M.A.
Direkt neben dem Schindler-Museum auf dem Gelände der ehemaligen Email-Fabrik Oskars Schindlers Krakow liegt das „Muzeum Contemporary Art Krakow“. Diese räumliche Nähe ist Programm und Auftrag zugleich.
Gezeigt werden zur Zeit vor allem Werke junger Künstler, kaum 30 Jahre alt, ihre Sicht auf diese Zeit. https://www.mocak.pl/
Hiermit grüsse ich alle Leser/-innen dieses Blogs aus Krakau, der (!) Kulturstadt Polens. Ich bin sehr beeindruckt, nicht nur wegen der Architektur, der Geschichte, sondern auch wg der Kunstszene. Zunächst aber ist sie ein Ort von furchtbaren Verbrechen, verübt von Deutschen an den Juden. Im ehemaligen Ghetto kann man noch sehr genau die Spuren erkennen. Viele Häuser von damals stehen noch. Es darf nie wieder geschehen.
Spiegelbild, Acryl auf Leinwand, 80×100 cm, (c) Rainer Bergmann M.A.
An manchen Bildern male ich sehr lange, dies ist ein Motiv, das ich schon vor ein paar Jahren begonnen und wieder weggestellt hatte. Nun hat es wieder mein Interesse gepackt und ich bin mit dem jetzigen Ergebnis ganz zufrieden. Entstanden ist das Motiv im Museum „Hamburger Bahnhof“ in Berlin. Eine Familie betrachtet sich in einem Spiegelprojekt. Phasziniert hat mich der neugierige Blick der Kinder.