
Meine neuesten Werke frisch aus der Werkstatt.
Hier sehen Sie einen Teil der Druckstöcke zu dem Farbholzschnitt „Yusuf denkt nach“ . Dieses Motiv habe ich nach der Lektüre von Orhan Pamuk „Diese Fremdheit in mir“ entworfen. Die Geschichte spielt in Istanbul der 60-70 Jahre und zeigt den Übergang von Tradition und Moderne und die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit. 
Der Farbholzschnitt wird mit 3 Platten und 5 Farben gedruckt. Dabei folge ich meinem Prinzip „Farbe vor Linie“ und verwende Farbflächen, um den Ausdruck des Motivs noch zu verstärken.
Insgesamt entstehen ca 10 Farbholzschnitte, die unterschiedliche Szenen aus dem Alltag zeigen.
Auflage: 25
Fertigstellung: Anfang November 2017
Interesse? Mail an rbergmann.de
Kürzlich wurde ich gefragt, wie Supervision und Coaching (www.orgateamrb.de), die ich schon bald 28 Jahre in eigener Praxis ausübe, mit der Malerei korrespondieren. Spontan antwortete ich: “ Ja sehr. Ich verarbeite Erfahrungen mit Menschen und deren Themen in meiner Malerei“.


„Beim Gehen tun wir nichts, nichts anderes als gehen. Aber nichts anderes zu tun zu haben, als zu gehen, ermöglicht uns, das reine Gefühl für das Sein wiederzufinden, die schlichte Freude am Dasein, die unsere Kindheit ausmachte.“
Frederic Gros: Unterwegs. Eine kleine Philosophie des Gehens. Riemann 2010
Dieses Bild enthält einen Widerspruch, der sich nicht so einfach auflösen lässt. Die Bewegungen der Tänzerinnen erinnern an die Leichtigkeit, mit der Kinder sich bewegen und ausgelassen mit der Ausdrucksfähigkeit ihres Körpers experimentieren. Jeder weiss aber, dass genau diese Bewegungen von Erwachsenen Ergebnisse harter Arbeit darstellen.
Dies ist aber nur scheinbar ein Widerspruch, denn die Geschmeidigkeit kommt tatsächlich erst dann, wenn der Wille dem Können und der inneren Leichtigkeit weicht.
Vor ein paar Tagen bin ich an meiner Hüfte operiert worden und muss jetzt wieder neu laufen lernen.
Dazu meine Gedanken und ein neues Bild, das noch der Vollendung harrt:
„Beim Gehen tun wir nichts, nichts anderes als gehen. Aber nichts anderes zu tun zu haben, als zu gehen, ermöglicht uns, das reine Gefühl für das Sein wiederzufinden, die schlichte Freude am Dasein, die unsere Kindheit ausmachte.“
Frederic Gros: Unterwegs. Eine kleine Philosophie des Gehens. Riemann 2010