Vor ein paar Tagen kam die Zusage der Stadt Hanau für eine Einzelausstellung meiner Werke im Comödienhaus in Hanau vom 13. Oktober 2022 bis 22. Mai 2023. Es ist zwar noch ein paar Tage hin, aber ich freue mich trotzdem. Grossen Dank gebührt Eckehard Männle, Vorstand des Künstler*innenbundes Simplicius, der die Verbindung zur Stadt Hanau herstellte.
Es ist natürlich auch eine Gelegenheit den Kunstverein Simplicius nicht nur als ältesten Kunstverein in Hanau zu repräsentieren, sondern auch den Kunstverein als ein Ort der künstlerischen Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit zu zeigen.
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Meine neuesten Werke frisch aus der Werkstatt.
Piazza comunale von 1991
Heute habe ich in einem alten Bilderstapel ein Bild aus den Anfängen meiner Malerei hervorgekramt. Ich war sehr erstaunt, dass das Bild in so einem tollen Zustand war: Piazza comunale von 1991. Es war eines meiner ersten realistischen Gemälde neben den Ikonen. Mit diesem Bild habe ich mich von der Ikonenmalerei gelöst und von da an nur noch realistisch gemalt.


Gedanken
Ich geh mit Deinen Gedanken.
Gerade haben wir noch miteinander gelacht. Du hast mir Geschichten erzählt, gemeinsames Erinnern, die Zeit vergeht.
Bevor die Nacht uns einfängt, wir uns ihr überlassen, gehen wir noch ein paar Schritte, den Atem spüren. (c) Rainer Bergmann

Finale Version Fensterplatz
Nach ein paar Tagen Trocknungszeit, Überarbeitung und zahlreiche Farbaufträge ist es jetzt mal gut. Warten. Warten und Überprüfen, ob meine Idee zu diesem Bild auch tatsächlich Gestalt angenommen hat. Das weiß ich erst, nachdem eine Zeit des Zweifelns und Staunens vergangen ist.

Fensterplatz
Durchblicke – Finale Version
Durchblicke
An diesem Bild arbeite ich schon mehrere Tage. Wenn es dann mal fertig ist, kann ich keine Linien und Ecken mehr sehen. Im Ernst: Es ist unglaublich anstrengend, Linie für Linie gerade zu malen, das Abkleben funktioniert nicht immer. Also heisst es, Geduld zu bewahren und cm für cm weiter zu malen.
Die Idee zu diesem Bild kam mir in der Kunsthalle Hamburg. Im neuen Museumsbau befindet sich in der Mitte eine Art Atrium, um das herum die einzelnen Ausstellungsräume platziert sind.

Erosion
Warteschleife
Mit diesem Bild experimentiere ich für mich malerisch neue Ausdrucksformen. Insgesamt beschäftige ich mich in letzter Zeit mehr mit den malerischen Gestaltungsmöglichkeiten als mit den inhaltlichen Fragen: „Malerei ist Denken in Farben“

TOYen Ausstellung in Hamburg
Am letzten Wochenende besuchte ich eine sehr bemerkenswerte Sonderausstellung der tschechischen Surrealistin TOYEN in der Hamburger Kunsthalle. Sie lebte von 1902 bis 1980 und zählt heute zu einer der bedeutendsten tschechischen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Zum ersten Mal außerhalb Tschechiens wird diese Künstlerin und ihr Werk in Zusammenarbeit mit dem Muséé D’Art Moderne de Paris, der Nationalgalerie Prag und der Hamburger Kunsthalle gezeigt. Marie Cerminova legte 1923 ihren bürgerlichen Namen ab, lebte viele Jahre in Paris und pflegte enge freundschaftliche Beziehungen zu den französischen Surrealisten, u.a. zu Andre Breton.
Diese Ausstellung ist deswegen für mich auch so besonders, da sie eine Frau würdigt, die schon in den 20 Jahren mit ihrem Leben und ihrer Kunst sich gegen gesellschaftliche Determinanten und Repressalien wendete und in ihrem Werk ihre eigene Welt erschuf. Seit ihres Lebens ging sie wie ein Kind den Dingen auf den Grund . So titelt Annie le Brun, die mit ihr eine jahrzehntelange Freundschaft verband ihr Kapitel im Ausstellungskatalog mit „Toyen, die absolute Abweichung“.
Die Hamburger Kunsthalle gibt gemeinsam mit dem Hirmer Verlag einen sehr lesenswerten Katalog zur Ausstellung mit vielen Hintergrundinformation zu TOYEN und zu den tschechischen Surrealisten heraus:
Görgen-Lammers, Le Brunn, Anna Pravdova (Hrsg.): TOYEN, München 2021, Hamburger Kunsthalle, Hirmer Verlag


